Gender

©Nongnuch Leelaphasuk / www.fotolia.de
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Gender ist gleichzeitig eine Strukturkategorie und eine Analysekatagorie. Zum einen beschreibt es also die Vergeschlechtlichung von Strukturen in unserer Gesellschaft. Sie äußert sich beispielsweise darin, dass Berufe und Fachdisziplinen vergeschlechtlich sind, also als "Männerberuf" oder "Frauenfach" gelten, weil sie vorrangig von Männern oder Frauen praktiziert werden. Diese Zuordnungen sind kulturspezifisch und können sich auch mit der Zeit ändern (vom Sekretär zur Sekretärin, von der Pilotin zum Piloten).

 

Gender als Analysekategorie wird verwendet, um Organisationen, Bilder, Texte aber auch das Steuer- oder Lohnsysteme mit einer Gender-Perspektive zu untersuchen. Analysen zur Entlohnung zeigen nicht nur einen Gender Pay Gap, also eine Lohnlücke von derzeit in Deutschland ca. 23 %, zwischen Frauen und Männern, sie legen auch offen, dass es oft einen gender bias bei der Bewertung von Berufen gibt: "Frauenberufe" werden regelmäßig als wenig anstrengend oder verantwortungsvoll eingestuft, auch wenn sie körperlich herausfordernd (z.B. Krankenpflege) oder mit hoher Verantwortung und Lärmbelastung (z.B. Kindererziehung) verbunden sind. Gender ist also ein Fachbegriff, der sich von dem Alltagsverständnis, das die meisten Menschen von "Geschlecht" haben, deutlich unterscheidet. Mehr dazu auch in meinen Gender-Trainings.

Diversity

 © Flügelwesen / www.photocase.de
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Diversity bedeutet wörtlich Vielfalt und bezeichnet einen horizontalen Ansatz, bei dem neben Gender auch andere Dimensionen berücksichtigt werden, die Individuen und unsere Gesellschaft grundlegend prägen. Sie sind von so zentraler Bedeutung für die Chancengleichheit von Menschen, dass die Diskriminierung aufgrund dieser Dimensionen rechtlich verboten ist, z.B. im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG). 

 

Diversity verfolgt das Ziel, die tatsächliche Verschiedenheit von Menschen in Bezug auf Dimensionen wie Herkunft, Aussehen, Sexualität, Alter, Behinderung und Religion wahrzunehmen und Wert zu schätzen. Stereotype und Barrieren hinsichtlich Bildung, Erwerbsarbeit, Karriere oder Partizipation sollen abgebaut werden. Organisationen und Teams sind heute oft noch sehr homogen, weil Mechanismen wirken, die diese Homogenität fördern und Diversity verhindern. Dies hat nicht nur fehlende Chancengleichheit zur Folge, sondern kann sogar wirtschafltich negative Folgen haben. Gerne berate ich Sie, wie Sie Diversity in Ihrem Arbeitsumfeld besser verwirklichen können.